Stimmen zu eCH-BPM

Öffentliche Verwaltung

„Dank der eCH-Prozessplattform können Prozesse über föderale Grenzen hinweg geteilt, verglichen und gemeinsam verbessert werden. Dadurch fördert die eCH-Prozessplattform den Innovationsgeist der einzelnen Verwaltungseinheiten und unterstützt die Entwicklung von hochwertigen und effizienten Lösungen.“

„Für die Umsetzung von E-Government haben die Luzerner Gemeinden und der Kanton Luzern eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Diese hat zum Ziel, E-Government-Vorhaben gemeinsam zu realisieren. Eine Herausforderung besteht beispielsweise im Umgang mit Objektdaten. Objektdaten werden in vielen Geschäftsfällen erfasst, bearbeitet und weiterverwendet. Ziel eines übergeordneten Objektwesens ist, den Umgang mit den Objektdaten zu vereinfachen, Redundanzen zu vermeiden und die Zuverlässigkeit zu verbessern. Das Objektwesen im Kanton Luzern soll ganzheitlich und durchgängig ausgestaltet sein. Die systematische Erfassung der Prozesse unterstützt die Arbeit in diesem Vorhaben. Wir erhalten dadurch einen Überblick über die Verwendung und den Austausch von Objektdaten im Kanton Luzern. Wir begrüssen und unterstützen die Initiative der eCH-Prozessplattform. Das Wissen, das durch eine umfassende Bibliothek aufgebaut und geteilt werden kann, schafft einen Mehrwert für alle Beteiligten. Die eCH-Prozessplattform sichert fachspezifisches Knowhow und ermöglicht einen umfassenden Wissenstransfer. Durch die Wiederverwendung und Adaptierung von bestehenden Prozessen kann zudem die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.“

„Wir gehen davon aus, dass sich die Verwaltung in den nächsten fünf bis zehn Jahren von einer papiergetriebenen zu einer komplett elektronisch getriebenen Verwaltung entwickelt. Immer mehr Prozesse laufen elektronisch ab. Die entsprechenden Kompetenzen in der öffentlichen Verwaltung müssen aufgebaut werden. Dies wird nur möglich sein, wenn die Prozesse und ihre Zusammenhänge bekannt sind. Als Konsequenz daraus muss den Gemeinden eine Basis zur Verfügung gestellt werden, mit welcher die Modellierung der Prozesse angegangen werden kann. eCH leistet diesbezüglich eine sehr gute Arbeit, indem die Standards zur Prozessmodellierung beschrieben werden. Im Kanton Zürich haben 125 von 171 Gemeinden weniger als 5'000 Einwohner. Die meisten dieser Gemeindeverwaltungen werden von wenigen Personen geführt. Es ist unrealistisch anzunehmen, dass sich diese Gemeinden vertieft mit dem Thema Prozesse auseinandersetzen können. Dafür fehlen die notwendigen Ressourcen. Diesen Gemeinden wird es nur möglich sein ihre Prozesse mit vernünftigem Aufwand zu entwickeln, wenn sie sich an bestehenden Beispielen orientieren können. Genau dafür ist die Prozessaustauschplattform gedacht. Mit B1.13 wird es möglich sein, dass alle Gemeinden ihre Prozesse im Austausch mit anderen Gemeinden, mit einem vernünftigen Aufwand, erarbeiten und somit die Basis für die künftige Verwaltungstätigkeit legen können.“

„Mit der Bereitstellung der Prozessplattform im priorisierten Vorhaben B1.13 wird für unsere Städte und Gemeinden eine hervorragende Austausch- und Community-Grundlage für die Bereitstellung und Entwicklung von Geschäftsprozessen im kommunalen Umfeld geschaffen. eGovernment ohne klar strukturierten Prozessen ist über alle Hierarchiestufen der öffentlichen Verwaltung hinweg ein MUSS und die neue Plattform liefert dazu alle notwendigen Grundlagen, sodass effizient und effektiv auf kommunaler Ebene die Prozessorientierung umgesetzt werden kann.“

„Die E-Government Strategie Schweiz ist auch eine Prozessstrategie. Die Modernisierung der Verwaltung wird durch die Dokumentation der Prozesse gemäss den eCH-Empfehlungen unterstützt.

Um die Einführung von Geschäftsprozessmanagement in der schweizerischen Verwaltung zu beschleunigen und zu vereinfachen, hat der Verein eCH die Entwicklung der eCH-Prozessplattform (ech-BPM.ch) übernommen. Diese Plattform ermöglicht die Errichtung und Pflege eines Netzwerkes zum Kompetenz- und Wissensaustausch im Bereich Prozessmanagement. So erbringt sie einen Beitrag dazu, die Beziehungen zwischen der Öffentlichkeit und der Verwaltung effizienter zu gestalten.

Ich ermutige öffentliche Behörden und private Partner, den Betrieb der Plattform zu unterstützen und an der Weiteretwicklung aktiv mitzuwirken.“

„In vielen kommunalen Verwaltungen wird zunehmend prozessorientiert und immer weniger geschäftsfallbezogen gearbeitet. Dabei spielen elektronische Hilfsmittel eine zentrale Rolle. Mit der eCH-Prozessplattform wird die Grundlage dafür geschaffen, Prozesse standardisiert zu erfassen und allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Geschäftsprozesse der Behörden laufend verbessert und damit die Effizienz und Qualität von öffentlichen Dienstleistungen erhöht werden können.“

„Für die Ausschreibung der Informatikmittel von Grossprojekten benötigen wir die Erhebung der Prozessschritte vom Kunden zum Kunden. Nur auf Basis solcher Prozesserhebungen können wir sichergehen, dass die Anforderungskataloge für die Informatikunterstützung optimal erstellt sind. Als Projektleiter habe ich mir mehr als einmal gewünscht, auf bestehende Prozessbeschreibungen zugreifen zu können. Damit würden wir Zeit und Geld sparen. Wir könnten prüfen, ob wir nichts vergessen haben und auch Ausschau halten, ob andere für die gleiche Leistung die Prozessschritte vielleicht besser gelöst haben als wir. Wenn man sich vorstellt, wie viele Prozessbeschreibungen allein zum Baugesuchverfahren in einigen der zirka 2600 Städte und Gemeinden der Schweiz schlummern... Wir könnten viel voneinander lernen, um damit unsere Prozessstrukturen gezielter zu erheben und zu verbessern.“

„Mit der eCH-Prozessplattform entsteht für die Gemeinden ein Arbeitsmittel um ihre eigenen Abläufe zu überdenken, zu vergleichen und zu optimieren. In unserer Gemeinde hat die Prozessdokumentation dazu geführt, dass wir die Abläufe vereinfachen und Doppelspurigkeiten sowie unnötige Schritte eliminieren konnten. Für uns oft selbstverständliche Arbeiten in der Verwaltung werden visualisiert, bewusst, können gegen innen und aussen kommuniziert und qualitativ sprunghaft zusammengelegt werden. Das daraus entstandene Prozessdenken ist in der Verwaltung inzwischen verankert und wird gelebt. Der einzelne Schritt tritt zugunsten des gesamten Ablaufes in den Hintergrund.“

„Medienbruchfreie E-Government-Dienstleistungen bieten ein grosses Potential zur Qualitätssicherung. Sie leisten durch Effizienzsteigerung einen massgeblichen Beitrag, um die steigende Komplexität und das Mengenwachstum bei der Leistungserbringung wett zu machen. Voraussetzung ist die fachliche Dokumentation von behördlichen Prozessen und Leistungen. Diesbezügliche Standardisierung fördert und garantiert bei allen beteiligten Stellen ein gemeinsames Verständnis. Die eCH-Prozessplattform ist ein wichtiges Instrument, um Prozesswissen zu teilen, gemeinsam zu nutzen und liefert damit eine wertvolle Grundlage auch für die organisationsübergreifende Zusammenarbeit.“

„Die eCH-Prozessaustauschplattform für Gemeinden und Kantone ist ein praxisorientiertes Hilfsmittel: Es fördert den Wissensaustausch und Erfahrungstransfer im Geschäftsprozessmanagement - und erleichtert dadurch die Zusammenarbeit auf der föderalen Ebene.“

Politik

„Als Co-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit begrüsse ich das Vorhaben einer nationalen Prozessaustauschplattform für Gemeinden und Kantone. Besonders erfreulich ist, dass der Steuerungsausschuss E-Government CH entschieden hat, das priorisierte E-Gov-Vorhaben „eCH-Prozessaustauschplattform für Gemeinden und Kantone“ auch 2014 finanziell zu unterstützen. Das ist ein grosser Erfolg für das Projekt und zeigt auch, dass der Bundesrat seine Zusagen in den Antworten auf meine Motion 11.4122 eingelöst hat. Im Sinne der Digitalen Nachhaltigkeit erwarte ich dabei, dass sämtliche mit Steuergelder erarbeiteten Resultate unter freien Lizenzen veröffentlicht werden. So sollten die erarbeiteten Prozesse unter einer Creative Commons Lizenz freigegeben, offene Standards eingehalten und sämtliche neu entwickelte Informatiksysteme als Open Source Software veröffentlicht werden.“

Wirtschaft

„Die eCH-Prozessaustauschplattform stellt qualitätsgesicherte und praxiserprobte Geschäftsprozesse zur Verfügung, was es auch kleinen Gemeinden erlaubt, ihre Abläufe zu modellieren und die Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu legen, ohne das Rad zum wiederholten Male neu erfinden zu müssen. Eine hervorragende Idee!“

„Als Förderer von offenen Standards wie der BPMN (Influencing Member in der BPMN Working Group der OMG) und BPM-Berater und Lösungsanbieter haben wir als aktives Mitglied des Vereins eCH ein sehr grosses Interesse an einer Prozessaustauschplattform für Prozesse. Durch meine Arbeit in der eCH und als Fachbeirat des BPM4eGov (www.bpm4egov.ch) Netzwerkes beschäftigt mich dieses Thema schon seit vielen Jahren. Entsprechend hoch ist auch die Erwartung in dieses Vorhaben. Prozesse haben, ähnlich wie Datenmodelle, einen ungemein hohen unternehmerischen Wert. Durch die Austauschplattform wird im Sinne einer Offenlegung dieser Werte ein direkter grosser Nutzen für die Verwaltung erzeugt und die Hoffnung ist berechtigt, dass wir im Sinne eines „Open Source Ansatzes“ diese Wertschöpfung in der Verwaltung und Industrie direkt verwertbar machen können. Die Grundlage für das Gelingen ist und bleibt der offene und für die Bundesverwaltung strategische Prozessmodellierungs-Standard BPMN (Business Process Model & Notation).“

"Eine an Geschäftsprozessen orientierte Sicht auf die Tätigkeit der Verwaltung kommt immer noch zu selten vor. Das heisst eine Sicht, welche die Kundenbedürfnisse und die erwarteten Ergebnisse des Verwaltungshandelns in den Mittelpunkt rückt und nicht die formalen Zuständigkeiten. In diesem Sinn wünsche ich der Prozessplattform viele Nutzerinnen und Nutzer, eine Vielzahl publizierter Prozesse und engagierte Diskussionen."

„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“ (Willy Brandt, 1989). Auf der eCH-BPM Prozessplattform können nun alle eCH-Standards zum Geschäftsprozessmanagement öffentlicher Verwaltungen unter einem Dach ihre Wirkung richtig entfalten. Dazu gehören auch die kürzlich in der Version 1.0 veröffentlichten BPMN-Modellierungskonventionen (eCH-0158). Diese ermöglichen erst die Modellierung vergleichbarer, ähnlicher Prozessmodelle, welche auf dieser innovativen Plattform zum Austausch zur Verfügung gestellt werden. Wir dürfen nach intensiver Arbeit stolz auf diesen Meilenstein sein, welcher auch internationale Beachtung finden wird.“

„Notre entreprise est active dans le domaine de la gestion de processus métiers (BPM) auprès des administrations publiques. A ce titre, nous saluons l’initiative de la eCH-Prozessplattform qui va permettre de disséminer la culture BPM dans les administrations publiques de Suisse. Cette plateforme pourra servir d’outil de marketing, de prospection et de promotion aux entreprises telles que la nôtre.“

„Als BPM-Lösungsanbieter und aktives Mitglied des Vereins eCH hat Soreco ein grosses Interesse an einer unabhängigen und neutralen Prozessaustauschplattform. Wir sind überzeugt, dass sie ein essentielles Instrument ist, um das Geschäftsprozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung zu etablieren und E-Government voranzutreiben. Je höher das Bewusstsein für den Nutzen von Geschäftsprozessmanagement ist, desto mehr können wir mit unserer Xpert.ivy BPM-Suite zum Erfolg der Verwaltungsmodernisierung beitragen.“

„Als private Organisation im Bereich eGovernment sehen wir in der eCH-Prozessplattform die Option eines effektiven Informations- und Marketingsinstruments, um Vereinsanliegen in einem noch jungen und aktiv zu bearbeitenden Markt bekannt zu machen und zu positionieren.“

Lehre & Forschung

„La maîtrise des processus est une condition essentielle à la bonne marche des Administrations. La plateforme d’échange de processus eCH ambitionne de faciliter l'amélioration des processus en mettant en réseau les bonnes pratiques. Nous sommes très intéressés à participer à ce projet.“

„La plateforme de processus eCH présente un intérêt manifeste pour la cyberadministration suisse en général, pour les administrations publiques comme pour les acteurs privés. Pour une institution d’enseignement et de recherche comme la HES-SO Valais Wallis, elle offre également des perspectives pour la recherche, notamment comme moyen d’étude de l’emploi du BPM dans un concept organisationnel complexe, et pour la formation de nos étudiants, afin de les sensibiliser aux problématiques métier de l’administration publique.“