Vernetzte_Verwaltung

Gespeichert von eCH-BPM Redaktion (Verein eCH) am Sa, 24/12/2016 - 10:06

eCH-BPM Redaktion (Dezember 2016)

Vernetzung als Gestaltungsprinzip der "Digitalen Transformation" der Verwaltung in der föderalen Schweiz

Wie können Behörden unter Wahrung der föderalen Strukturen ihre Leistungen kundengerecht anbieten und verwaltungsübergreifend kooperieren? Das Modernisierungskonzept Vernetzte Verwaltung Schweiz beschreibt organisatorische Gestaltungsoptionen zur Umsetzung der Innovations- und Modernisierungsziele von E-Government Schweiz.

Die Vision einer Vernetzten Verwaltung Schweiz wurde im Auftrag des ISB (EFD) von Prof. Dr. Klaus Lenk (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Tino Schuppan (E-Government Institut, Potsdam) und Marc Schaffroth (ISB/EFD) entwickelt und 2010 vom Verein eCH als eCH-0126 Rahmenkonzept Vernetzte Verwaltung Schweiz freigegeben.

In der 2. Auflage (2013) wurde das Fachdokument mit einer kurzen Management Version ergänzt (mit einem Vorwort von Dr. P. Grünenfelder, damaliger Staatsschreiber des Kt. AG). Die im Rahmenkonzept entwickelten Referenzmodelle zur Vernetzten Verwaltung Schweiz wurden 2014 als eCH-Standard verabschiedet (eCH-176 Referenzmodelle für eine „Vernetzte Verwaltung Schweiz“). Gestützt auf diese Basiskonzepte wurde (2016) das eCH-0177 Informationsmodell zur Geschäftsabwicklung in der Vernetzten Verwaltung Schweiz standardisiert.  

Vernetzte Vertriebsstrukturen: Das Kundenanliegen als Gestaltungsprinzip (eCH-0176) 

Vernetzte Leistungen und Prozesse: Durchgängige ebenenübergreifende Geschäftsprozesse (eCH-0176)  

Gesamtwirtschaftlichkeit durch Mehrfachnutzung (eCH-0176) 

 

Gespeichert von Schärli Thomas (schärli share) am Di, 23/02/2016 - 14:24

Thomas Schärli, schärli share, eCH-Mitglied (Februar 2016) 

Was trägt die Vision der «Vernetzten Verwaltung» dazu bei, dass E-Government selbstverständlich wird?

Eigentlich ist mit dem eCH-Rahmenkonzept "Vernetzte Verwaltung Schweiz" schon fast alles da, was es braucht, um die Vision einer Vernetzten Verwaltung umzusetzen.

Und doch scheitern einfachste erste Schritte immer wieder an mangelnden Vorzeigebeispielen sowie an der Schwierigkeit, die dafür nötigen (vergleichsweise bescheidenen) finanziellen Mittel  aufzutreiben. Zu gleicher Zeit werden nach wie vor Millionen für "Silo-Projekte" ausgegeben. An Geld fehlt es also trotz allem nicht. Woran denn sonst?

In der Januar-Ausgabe der "eGov Präsenz 1/2016"  habe ich versucht, die Erfolgsaussichten der genannten Vision auszuloten. Trotz der offenkundigen Schwierigkeit, die zahlreichen, zurzeit noch mehrheitlich unverbundenen Baustellen in ihrem Gesamtzusammenhang verständlich und attraktiv zu machen, sehe ich weit und breit keinen damit konkurrierenden Alternativ-Ansatz.

Den Behörden auf allen drei Verwaltungsebenen bleibt also die Wahl zwischen den Szenarien,

  • den zurzeit stattfindenden Wandel auszusitzen oder
  • in vielen kleinen Schritten das Mosaik der vorhandenen Steine beharrlich zusammenzusetzen.

Jede/r muss sich wohl selbst entscheiden, welchem der beiden Wege sie/er den Vorzug geben will.

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