Reicht BPMN zur Erfassung und Darstellung von kundenzentrierten Verwaltungsprozessen aus?

BPMN hat sich als produktneutraler Standard zur grafischen Darstellungen von Geschäftsprozessen auch in der öffentlichen Verwaltung bestens bewährt. Allerdings stellt sich im Kontext der Digitalen Verwaltung Schweiz (DVS) die Frage, wie die massgeblichen Prozessperspektiven sachlich verknüpft und mit welcher Methodik wiedergegeben werden können und sollen.

Das eCH-0126 Rahmenkonzept Vernetzte Verwaltung Schweiz unterscheidet z.B. diese drei Prozessperspektiven:

  • Prozesssicht einer Verwaltungseinheit, die im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags eine öffentliche Leistung erstellt («inside out»-Perspektive einer einzelnen VE)
  • Prozesssicht von interföderal kooperierenden Verwaltungsstellen, die ihre öffentlichen Leistungen nach dem Prinzip der Kundenzentrierung als «Bürgerservice» bündeln und bereitstellen, d.h. kollaborativ designen und steuern («inside out»-Perspektive eines interföderal aufgestellten Wertschöpfungsnetzwerkes)
  • Prozesssicht des Kunden beim Bezug einer behördlichen Leistung («outside in»-Perspektive, welche von den Behörden in der DVS nach dem Prinzip der Kundenorientierung gestaltet ist).   

Daher nun meine Frage an Euch: Wie befasst Ihr Euch in Eurem Organisations- bzw. Projektkontext mit vernetzten Prozessarchitekturen der Digitalen Verwaltung und was sind Eure Schlussfolgerungen in Bezug auf deren methodischen Darstellung (u.a. Zweckmässigkeit von BPMN). Konkrete Umsetzungsbeispiele wären toll.

Ineinandergreifende Prozessarchitekturen in der DVS wurden von eCH wiederholt am Beispiel einer kundenzentrierten Abwicklung eines Baugesuchs sichbar gemacht:

 


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